Spacer
  •  
  • Institutionelle Anleger

    Unser Managementteam verfügt über langjährige Erfahrung und vielfache Auszeichnungen. Profitieren Sie von unserem Spezialwissen! mehr Informationen

  • Private Mandanten

    Sie suchen eine individuelle Betreuung Ihres Vermögens? Nicht "von der Stange", sondern maßgeschneidert? Wir entwickelt gemeinsam mit Ihnen eine persönliche Strategie, betreuen Sie und Ihr Vermögen - individuell auf Ihre Wünsche und Bedürfnisse abgestimmt. mehr Informationen

Spacer

Schwierige Zeiten mit vielen Chancen!

Ein katastrophaler Sommer nicht nur wegen des Wetters liegt nun hinter uns. Große Verunsicherung dominiert die Börsen. In Europa, allen vor ran mal wieder in Deutschland herrscht Weltuntergangsstimmung. Doch jede Krise bietet auch Chancen!

Wirtschaftskrisen und Aufschwungphasen wechseln sich ständig ab. Schaut man mal in die Vergangenheit, so hatten wir bereits seit dem 16. Jahrhundert Staaten, die bankrott waren. Die jüngsten Beispiele wie Island im Jahr 2008, das nur um ein Haar druch den internationalen Währungsfonds (IWF) vor der Pleite gerettet werden konnte oder Kalifornien, das im letzten Jahr zahlungsunfähig war und jetzt Griechenland sind eigentlich Normalität und führen nicht zum Weltuntergang.

Dass Staaten es schaffen können, zeigen viele Beispiele wie Russland Mitte der neunziger Jahre oder gar Schweden, Anfang der neunziger Jahre. Gerade Schweden litt unter dem gleich hohen Haushaltsdefizit wie Griechenland heute. Geringe Steuereinnahmen, hohe Sozialausgaben hatten zu diesem Dilemma geführt. Der Ausweg daraus hat Schweden sehr gut gemeistert und könnte daher eine Vorbildfunktion nicht nur für Griechenland sein. Schweden gelang es, durch den Umbau des Sozialstaates, d.h. rigorose Leistungskürzungen bei Kranken- und Arbeitslosenversicherung, beim Kindergeld sowie bei den Pensionskassen und markanten Erhöhungen bei der Einkommens- und Kapitalsteuer den drohenden Bankrott abzuwenden. Die Schweden mussten kräftige finanzielle Einschnitte hinnehmen. Hinzu kam eine Abwertung der Währung. Entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung und Erholung in Schweden war allerdings, dass es ein klar definiertes Maßnahmenpaket gab, das die Belastungen daraus auf alle Interessensgruppen in der Bevölkerung verteilte. Hinzu kam, dass die Schweden hinter diesem Paket standen und der politischen Führung ihres Landes vertrauten. Sie wählten 1994 die Sozialdemokraten ins Parlament, obwohl diese im Wahlkampf klare Aussagen gemacht hatten, Steuern erhöhen zu wollen und den Sozialstaat abzubauen. In unserer heutigen Zeit, nur knapp 20 Jahre später, kaum denkbar, dass ein Volk eine Partei wählt, die keine positiven Versprechungen abgibt.

Was heißt das nun für Griechenland? Als EU-Mitgliedsstaat gibt es hier eine spezielle Situation, denn Griechenland ist Teil einer Währungsunion und kann deshalb keine Abwertung seiner Währung vornehmen. Die anstehenden Sparmaßnahmen und Ausgabenkürzungen des Staates sorgen für Unruhen. Entscheidend wird sein, ob es der politischen Führung gelingen wird, das Volk hinter sich zu bringen, indem es die notwendigen Sparmaßnahmen gerechter verteilt und die Reichen des Landes über Steuererhöhungen bzw. überhaupt einer Steuerzahlung zu beteiligen. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob es gelingt, Griechenland vor einer Pleite zu retten oder nicht. Und wenn nicht, so ist dies auch kein Drama, wie Argentinien gezeigt hat. Dort hat sich die Wirtschaft wieder gefangen und die Kredite des IWF konnten komplett zurück gezahlt werden.

Joachim Tack

Kontakt